Eine wesentliche Neuerung in der Behandlung des Bandscheibenvorfalles
stellt die von Prof. Krämer an der Universitätsklinik Bochum entwickelte " schräg - epidural -
perineurale Injektion" dar. Hierdurch ist es erstmals möglich, mit einem sehr dünnen, flexiblen
"Minikatheter" direkt und schonend an den Bandscheibenvorfall und die hierduch entzündlich veränderte
Nervenwurzel zu gelangen.

Der in der Regel entspannt sitzende Patient bemerkt lediglich einen
oberflächlichen Nadeleinstich. Durch eine Injektionsnadel wird anschließend der hauchdünne,
elastische Minikatheter direkt an den entzündlich angeschwollenen Nerv herangeführt.
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Es genügt
die Injektion von wenigen Tropfen Kochsalzlösung, gemischt mit entzündungshemmenden Substanzen, um
eine nachweisbare Abschwellung des entzündlichen Nerven- Bandscheiben- oder Narbengewebes zu erreichen.
Aufgrund der raschen Durchführbarkeit in wenigen Minuten kann der Patient sofort aufstehen.
Ein Krankenhausaufenthalt ist nicht erforderlich, eine belastende Röntgenbestrahlung entfällt.
Die Injektionstechnik
wird eingesetzt bei Nervenreizungen, verursacht durch Bandscheibengewebe, knöcherne
Einengung oder Narbenbildung nach Bandscheibenoperation.
An begleitenden Behandlungsmaßnahmen hat sich vor allem die Osteopathie bewährt. Ambulante
Rehabilitation, selbständige Trainingstherapie und Arbeitsplatzanalyse dienen der weiteren Stabilisierung
des Behandlungserfolges.
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